
Dieser Garten ist ein Ruhepol in der vielfältigen Gartenlandschaft der Gartenschau am Schloss Dyck. Es ist ein Garten in dem man sich fallen lassen kann, ein Garten der einerseits leise ist, andererseits kraftvoll.
Idee ist, den Besucher zwischen scherbenartigen Beeten treiben zu lassen, immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln, vielleicht nach einem Platz in der Sonne, oder im Schatten.
Bereits im Frühjahr, noch bevor die Miscanthushalme mit in das Konzert einsteigen, rascheln die Blätter der im Garten verstreuten Papierbirken. Später im Jahr hebt sich die weiße Rinde schön vom saftigen Gräserlaub ab.
Buchsstreifen überspannen die zu Pyramiden geformten Beete und verbreiten bei Sonnenschein einen würzigen Duft. Jede Stunde ergibt sich durch das wechselnde Licht-Schatten-Spiel ein anderes Bild. Der weiße Kies nimmt die Farbe der Birkenrinde auf und knirscht leise unter den Füssen.
Im Frühjahr heben sich die unterschiedlich geneigten Beete aus dem Gräsermeer heraus, liegen dort wie umgedrehte Boote am Hafen. Später im Jahr verschwinden die Strukturen zusehends, bis schließlich nur noch die Kronen der Birken von weitem auf den Garten verweisen.
In diesem Garten spielen Pflanzen die Hauptrolle, doch keine Blumen lenken ab. Hier herrscht weiß, grau, grün- nicht mehr, aber auch nicht weniger.